GOOD AI PRISMA · THEMENFELD · ÖFFENTLICHER SEKTOR
Im öffentlichen Dienst fehlen 570.000 Kräfte.
Vergleichen Sie 22 erfasste Angebote für Bürger und Verwaltung, lernen Sie von gemeinsamen Plattformen, die funktionieren, und kennen Sie die EU-Fristen für gelistete Hochrisiko-Einsätze bei Leistungen, Polizei und Justiz.

- 570.000
- Stellen fehlen im öffentlichen Dienst; 1,4 Mio. gehen in zehn Jahren in Ruhestanddbb, Jan. 2025 · presseportal.de ↗
- 22
- KI-Angebote im Themenfeld Öffentlicher Sektor erfasstGood AI Prisma, Okt. 2026
- 70 %
- der Bürgerinnen und Bürger wünschen KI bei der Bearbeitung ihres AntragsBitkom, Okt. 2026 · bitkom.org ↗
- 2. Dez. 2027
- ab dann gelten EU-Hochrisikopflichten für KI bei Leistungen, Polizei, Migration und JustizEU-KI-Verordnung, geändert durch VO (EU) 2026/1744 · eur-lex.europa.eu ↗
KI soll vorbereiten, nicht entscheiden.
70 % wünschen KI bei ihrem Antrag, nur 12 % wollen, dass sie allein entscheidet (Bitkom-Umfrage zum KI-Amt).
Bitkom, Okt. 2026
Gemeinsam schlägt Eigenbau.
Hamburgs Assistent LLMoin erreicht 40.000 Beschäftigte, vier Länder übernehmen ihn (Mitteilung der Senatskanzlei Hamburg).
Senatskanzlei Hamburg, Dez. 2025
Die Kommunen hängen hinterher.
13 % der Kommunen nutzten 2024 KI oder automatisierte Systeme, nach 8 %; zugleich melden 43 % akuten Personalbedarf.
DStGB/iit, 2024
So setzen Sie die Seite ein
Drei Werkzeuge und ein Angebot machen aus dieser Seite eine Entscheidung.
- Karte Öffentlicher Sektor öffnen: 22 Angebote auf einem Blatt des Good AI Prisma, mit Logos und Anbieterfakten.
- Bis zu drei Angebote vergleichen: Entscheidungsfakten nebeneinander, jeweils mit Quelle und Datum.
- Rechner Task Economics starten: gesparte Stunden in zurechenbare Kapazität übersetzen, bevor ein Pilot freigegeben wird.
- Angebot: AI Act Readiness Sprint: jeder Einsatz den Fristen der KI-Verordnung zugeordnet, mit geplanter Folgenabschätzung vor dem 2. Dez. 2027.
Branchenanalyse und Studie
Die Branchenanalyse auf Deutsch und Englisch und die globale Marktstudie, auf der sie aufbaut.

Deutschland · DE
Im öffentlichen Dienst fehlen 570.000 Kräfte.
1,4 Mio. Beschäftigte gehen in zehn Jahren in Ruhestand. Wo KI Verwaltungen im Bürgerservice, bei Entscheidungen und in der Gefahrenabwehr unterstützt und welche Regeln gelten.
Version 1.4 · 38 Seiten
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Globale Ausgabe · EN
3,611 AI use cases in US federal agencies.
US federal AI use cases more than doubled in a year. Where governments already serve, decide and protect with AI, and the rules that apply.
Version 1.4 · 40 Seiten
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Globale Ausgabe · DE
961 KI-Angebote. Eine Landkarte. Entscheiden Sie jetzt, was Sie 2027 einsetzen.
Das Good AI Prisma hilft Ihnen, sinnvolle KI-Anwendungen zu finden und die Belege zu Ihren Optionen zu vergleichen. Für Unternehmen, die KI schon nutzen, verschiebt sich die Frage von „ob KI“ zu „welche KI, wie sicher und ob sie sich rechnet“. Diese globale Ausgabe umfasst 961 KI-Angebote in 24 Themenfeldern, 8 Datenarten und 6 Technologieschichten – mit Quellen, Datenstand und Grenzen der Aussagekraft, damit Sie Ihre nächste Entscheidung fundiert treffen.
Version 2.6 · 90 Seiten
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Drei passende Analysen von ETHORITY; die lange Analyse zu diesem Themenfeld folgt weiter unten auf der Seite.

Eine Liste der KI-Agenten ist noch keine Steuerung.
Was Sie im Betrieb brauchen: Befugnisse, Belege, abgestufte Prüfung, Grenzen für Daten und ein Warnsignal, wenn sich etwas ändert.
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Wer auf die KI-Verordnung vorbereitet ist, hat KI im Betrieb noch nicht im Griff.
So verbinden Sie jede Pflicht der KI-Verordnung mit Ihren Systemen, Kontrollen, Nachweisen und regelmäßigen Prüfungen.
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KI-Governance wandert vom Dokument in den Betrieb.
KI-Agenten, neue Werkzeuge und ständige Änderungen machen Regeln und Zuständigkeiten für KI (Governance) zur täglichen Aufgabe im Betrieb.
Analyse zur Karte lesen →Wo ETHORITY ansetzt
Fünf Einstiege, von der Bestandsaufnahme vorhandener KI bis zur Governance, die nach dem Pilot trägt.
AI Estate Audit
25.000 € einmalig · netto
Eine Bestandsaufnahme jeder KI-Nutzung, auch mitgebrachter Tools, mit Blick auf Ausbau, Nachbesserung oder Stopp je Einsatz.
Termin und Ort nach Vereinbarung
Leistungsumfang des Pakets ansehen →AI Act Readiness Sprint
6.900 € einmalig · netto
Jeder Einsatz zugeordnet zur EU-KI-Verordnung und ihren Fristen, mit Ihren Pflichten als Anbieter oder Betreiber.
Termin und Ort nach Vereinbarung
Leistungsumfang des Pakets ansehen →AI Opportunity Case
Preis nach Umfang
Ein Anwendungsfall, geprüft an Evidenz, Kosten und Regeln, mit klarer Entscheidung: Pilot, Umbau, Ausbau oder Stopp.
Umfang und Lieferung nach Vereinbarung
Leistungsumfang des Pakets ansehen →AI Literacy & Adoption
2.400 € einmalig · netto
Rollenbasierte KI-Kompetenz für alle, die KI-Ergebnisse nutzen, prüfen und verantworten, dokumentiert für Artikel 4.
Umfang und Lieferung nach Vereinbarung
Leistungsumfang des Pakets ansehen →AI Governance Setup
19.500 € einmalig · netto
Verantwortliche, Kontrollen, Register und Prüfroutinen, damit KI-Entscheidungen jeden Tag nachvollziehbar bleiben.
Umfang und Lieferung nach Vereinbarung
Leistungsumfang des Pakets ansehen →Regeln und Fristen
Die Termine, mit denen Verwaltungen planen.
- 2. Feb. 2025
EU-Verbote gelten, etwa für Social Scoring; Maßnahmen zur KI-Kompetenz erwartet.
VO (EU) 2024/1689
- 27. März 2025
Die Leitlinie für KI in der Bundesverwaltung verlangt Aufsicht, Offenlegung und Registrierung.
BMDS
- 2. Aug. 2026
Transparenz: Menschen müssen erfahren, dass sie mit KI interagieren (Art. 50).
VO (EU) 2026/1744
- 2. Dez. 2027
Hochrisikopflichten nach Anhang III für Leistungen, Polizei, Migration und Justiz; Grundrechte-Folgenabschätzung für öffentliche Betreiber.
VO (EU) 2026/1744
- 2. Aug. 2030
Hochrisiko-KI, die Behörden bereits nutzen, muss alle Anforderungen erfüllen.
VO (EU) 2024/1689 in geänderter Fassung
Was öffentliche Auftraggeber fragen
Fällt unser Bürger-Chatbot unter die Hochrisiko-Pflichten der KI-Verordnung?
Meist nicht, wenn er Fragen beantwortet und sich als KI zu erkennen gibt (Art. 50, seit 2. Aug. 2026). Ab dem 2. Dez. 2027 gelten Hochrisiko-Pflichten nach Anhang III, wenn er über Leistungen entscheidet. Der AI Act Readiness Sprint ordnet jeden Einsatz zu.
Darf KI in Deutschland allein einen Verwaltungsakt erlassen?
Nur mit Rechtsgrundlage: Nach Paragraf 35a VwVfG braucht ein vollautomatisierter Akt eine solche und lässt kein Ermessen zu. Die Leitlinie des Bundes verlangt zudem menschliche Aufsicht.
Eigener Assistent oder gemeinsame Plattform?
Prüfen Sie zuerst gemeinsame Plattformen. Hamburgs LLMoin im Länderverbund erreicht 40.000 Beschäftigte; F13 ist quelloffen; eine Bundesplattform entsteht. Hosting und Ausstieg gehören in jeden Vertrag.
Was brauchen wir bis zum 2. Dezember 2027?
Eine Bestandsaufnahme jeder KI-Nutzung, die Einordnung von Einsätzen bei Leistungen, Polizei, Migration und Justiz, dafür eine Grundrechte-Folgenabschätzung und je eine verantwortliche Person. Die Branchenanalyse Öffentlicher Sektor nennt sieben Prüffragen.
Wie belegen wir, dass KI den Bürgern hilft?
Messen Sie Bearbeitungszeit, Rückstände, Widersprüche und Zufriedenheit vor und nach dem Pilot. Gesparte Stunden zählen erst, wenn sie nachweislich in schnellere, bessere Leistungen fließen.
Die Nachweise auf einen Blick

ETHORITY · ANALYSE
570.000 Stellen offen. Die Verwaltung setzt auf geteilte KI.
Dem öffentlichen Dienst fehlen 570.000 Kräfte, die Bürger wollen schnellere Bescheide, und ab dem 2. Dezember 2027 gelten EU-Hochrisikopflichten. Was Verwaltungen jetzt einkaufen, teilen und entscheiden sollten.
Die Zahl der KI-Anwendungen hat sich verdoppelt
US-Bundesbehörden meldeten für 2025 insgesamt 3.611 KI-Anwendungsfälle, nach 1.757 im Vorjahr. So steht es im Inventar der US-Haushaltsbehörde OMB. 858 Fälle nutzen generative KI, 117 agentische KI. 445 gelten als „high-impact“ und lösen damit Risikopflichten aus. KI in der Verwaltung ist kein Laborversuch mehr, sondern ein Portfolio. Und Portfolios brauchen Verantwortliche.
Die Themen zeigen, wo die Arbeit liegt. Wissenschaft führt mit 21,0 % der Fälle, danach folgen Verwaltungsfunktionen und IT. Die Leistung für Bürgerinnen und Bürger, also der sichtbare Teil, ist noch klein.
| Themenfeld | Anteil an 3.611 KI-Fällen der US-Bundesbehörden, 2025 |
|---|---|
| Wissenschaft | 21,0 % |
| Verwaltungsfunktionen | 11,9 % |
| IT | 10,9 % |
| Strafverfolgung | 7,9 % |
| Gesundheit und Medizin | 7,5 % |
| Bürgerleistungen | 4,2 % |
Quelle: OMB-Rohdaten, Stand 13. Apr. 2026; Auszählung ETHORITY; 16,7 % ohne Themenangabe.
Großbritannien geht denselben Weg von niedrigerem Niveau. Der britische Rechnungshof NAO stellte fest, dass im März 2024 37 % von 87 zentralen Behörden KI einsetzten und 70 % sie erprobten oder planten. Die Auswertung von rund 500 öffentlichen Konsultationen im Jahr kostet dort etwa 75.000 Arbeitstage. Deshalb wurde ein Konsultationswerkzeug zu einem der ersten KI-Projekte mit belastbarer Zeitbilanz.
In Deutschland treibt der Personalmangel, nicht die Technik
Im öffentlichen Dienst arbeiten rund 5,5 Millionen Menschen, 12 % aller Erwerbstätigen, meldet Destatis. Der dbb beziffert 570.000 fehlende Stellen und 1,4 Millionen Ruhestandseintritte in den nächsten zehn Jahren. 43 % der Kommunen melden akuten Personalbedarf, bei den Großstädten sind es 61 %.
570.000 Stellen fehlen im öffentlichen Dienst (dbb, Jan. 2025)
Das ist der Rahmen für jede KI-Entscheidung in deutschen Verwaltungen. KI ist zuerst eine Kapazitätsstrategie. Jede Stunde, die sie zurückgibt, muss in Fallarbeit, Bürgerkontakt oder Rückstände fließen. Sonst entsteht kein Wert.
Die Bürger sind weiter als ihre Ämter. In der Bitkom-Umfrage vom Oktober 2026 sagen 74 %, Behörden brauchten zu lange. 70 % wünschen KI bei der Bearbeitung ihres Antrags, nach 63 % im Vorjahr. Nur 12 % wollen, dass KI allein entscheidet. Der Auftrag lautet also: KI bereitet vor, ein Mensch entscheidet.
Wenn sich Agenden schnell ändern, bricht zuerst die menschliche Seite: halb eingeführte Werkzeuge, Kompetenzen, die dem System hinterherlaufen, Beschäftigte, die niemand gefragt hat, und Entscheidungen ohne Verantwortliche. Jeder Pilotauftrag braucht deshalb einen Personalanhang. Er nennt die betroffenen Rollen in Fallbearbeitung und Service, misst Bearbeitungszeiten, Rückstände und Fehlerquoten vor dem Start, plant Schulungen zum Bedienen, Prüfen und Hinterfragen des Systems und benennt die Person, die für jede Entscheidung mit Wirkung auf Bürger einsteht. Er legt auch fest, wohin die gewonnene Zeit fließt: in komplexe Fälle, Bürgerkontakt, Rückstände oder Weiterbildung, und wer das entscheidet. Ohne diesen Anhang versickern gesparte Minuten in der nächsten Warteschlange.
Die Kommunen folgen langsamer. 2024 nutzten 13 % KI oder automatisierte Systeme, nach 8 % im Vorjahr, zeigt das Zukunftsradar von DStGB und iit.
Einmal bauen, vielfach nutzen
Das stärkste deutsche Muster sind gemeinsame, souveräne Plattformen statt hundert einzelner Chatbots. Hamburgs Assistent LLMoin erreicht 40.000 Beschäftigte, vier weitere Länder übernehmen ihn. F13 aus Baden-Württemberg ist quelloffen. Im Mai 2026 hat der Bund eine souveräne KI-Plattform beauftragt, gebaut von Deutscher Telekom und SAP als Teil des Deutschland-Stacks.
Für ein Landesministerium oder ein Landratsamt verschiebt sich damit die Einkaufsfrage. Sie heißt nicht mehr „welcher Assistent?“, sondern „welcher gemeinsamen Plattform schließen wir uns an, wo läuft das Modell, und wie kommen wir wieder heraus?“. Hosting, Modellwahl und Ausstiegsregeln entscheiden langfristig mehr als jede Funktionsliste.
Sieben KI-Angebote für Bürger, vier für Polizei und Rettung
Das Good AI Prisma verortet 22 Angebote im Themenfeld Öffentlicher Sektor, jedes mit datierter Quelle von den Seiten des Anbieters. Sieben dienen dem Bürgerkontakt per Chat, Telefon und Beteiligung, darunter Citibot, CivicPlus Agent, convaise Studio, fonio und Go Vocal. Fünf sind Verwaltungsassistenten und souveräne Plattformen: Assistent.iQ der Bundesdruckerei, F13, Fabasoft eGov-Suite, LLMoin und PhariaAI von Aleph Alpha. Vier unterstützen Polizei und Rettungsdienste, etwa Werkzeuge von Axon, Mark43 und Motorola Solutions. Vier sind Daten- und Entscheidungsplattformen wie Palantir Gotham und Tyler AI, zwei bearbeiten Dokumente und Vergaben. Zehn der 22 Angebote stammen von Anbietern mit Hauptsitz in Europa, sieben davon in Deutschland, zwölf von Anbietern mit Hauptsitz in Nordamerika. Die Reihenfolge ist alphabetisch, kein Ranking. Die ganze Karte steht in der Branchenanalyse Öffentlicher Sektor.
Der Markt bewegt sich, während Sie einkaufen. Axon hat Prepared im Oktober 2025 übernommen. Cohere und Aleph Alpha wollen fusionieren, vereinbart im September 2026. Eine Vergabeakte aus dem Frühjahr beschreibt im Herbst womöglich ein anderes Unternehmen. Klauseln zu Kontrollwechsel und Ausstieg gehören deshalb in jede Ausschreibung.
Die Regeln haben Termine
Die EU-KI-Verordnung, geändert durch den Digital-Omnibus zur KI und seit 27. Juli 2026 in Kraft, setzt den Kalender. Verbote, etwa für Social Scoring, gelten seit dem 2. Februar 2025. Seit dem 2. August 2026 müssen Menschen erfahren, dass sie mit einem KI-System zu tun haben. Ab dem 2. Dezember 2027 gelten für KI Hochrisiko-Pflichten nach Anhang III, wenn sie über Sozialleistungen entscheidet oder Polizei, Migration, Asyl, Grenzkontrolle oder Justiz unterstützt. Öffentliche Betreiber führen dann eine Grundrechte-Folgenabschätzung nach Artikel 27 durch. Hochrisiko-Systeme, die Behörden bereits nutzen, müssen bis zum 2. August 2030 alle Anforderungen erfüllen.
2. Dez. 2027 ab dann gelten EU-Hochrisikopflichten für KI bei Leistungen, Polizei, Migration und Justiz
Deutschland ergänzt eigene Bausteine: die Leitlinie für KI in der Bundesverwaltung mit menschlicher Aufsicht, Offenlegung und Registrierung, den Marktplatz und das Register MaKI und Paragraf 35a des Verwaltungsverfahrensgesetzes. Danach braucht ein vollautomatisierter Verwaltungsakt eine Rechtsgrundlage und lässt keinen Ermessensspielraum. Großbritannien hat Transparenzeinträge für Algorithmen verpflichtend gemacht. Australien verlangt seit dem 15. Dezember 2025 ein Register, eine verantwortliche Person und eine Folgenabschätzung.
Die KI-Verordnung bewertet Einsätze, keine Produkte. Derselbe Assistent ist unkritisch, wenn er einen Brief formuliert, und fällt unter die Hochrisiko-Pflichten, wenn er über einen Leistungsantrag entscheidet. Deshalb kommt die Bestandsaufnahme vor der Ausschreibung.
In der Praxis
Anwendungsfall: ein Assistent, viele Verwaltungen. Hamburgs Assistent LLMoin erreicht 40.000 Beschäftigte, vier weitere Länder übernehmen ihn. Eine gemeinsame Plattform klärt Hosting, Modellwahl und Ausstieg einmal statt in hundert Einzelvergaben, und jede neue Verwaltung startet mit einer erprobten Einrichtung.
Szenario: vom Brief zur Entscheidung. Ein Bezirksamt entwirft mit einem Assistenten Briefe an Bürgerinnen und Bürger, ein Einsatz mit minimalem Risiko. Soll derselbe Assistent Leistungsanträge nach Anspruch vorsortieren, wird daraus ab dem 2. Dezember 2027 ein Hochrisiko-Einsatz nach Anhang III, mit Registrierung, menschlicher Aufsicht und Grundrechte-Folgenabschätzung. Weil das Inventar Einsätze statt Werkzeuge erfasst, wird der Wechsel sichtbar, bevor er passiert.
Was Sie am Montag tun
- Jeden Einsatz erfassen. Listen Sie jede KI-Nutzung auf, auch Werkzeuge, die Beschäftigte selbst mitbringen, und tragen Sie sie in ein Register wie MaKI ein.
- Unterstützung von Entscheidung trennen. Markieren Sie jeden Einsatz bei Leistungen, Polizei, Migration oder Justiz und planen Sie die Folgenabschätzung für Dezember 2027 jetzt.
- Erst anschließen, dann kaufen. Prüfen Sie gemeinsame Plattformen wie LLMoin, F13 und die Bundesplattform vor jeder neuen Ausschreibung; schreiben Sie Hosting, Modellwahl und Ausstieg in jeden Vertrag.
- Messen, was Bürger spüren. Erfassen Sie Bearbeitungszeit, Rückstände, Widersprüche und Zufriedenheit vor dem Pilot und skalieren Sie nur auf Basis der gemessenen Veränderung.
- Menschen früh einbinden. Personalrat, Datenschutz und die namentlich verantwortliche Person für jede Entscheidung gehören vom ersten Tag an in den Pilotauftrag.
Die globale Good AI Prisma Marktstudie stellt den öffentlichen Sektor neben zehn weitere Branchen; das Themenfeld Bildung zeigt dieselben Fristen für Schulen.
Quellen und weiterführende Literatur
- OMB, 2025 Federal Agency AI Use Case Inventory (raw data, status 13 Apr 2026) ↗ · 13 Apr 2026
- Nextgov, Agencies report over 3,000 AI use cases for 2025 ↗ · Apr 2026
- National Audit Office, Use of AI in government ↗ · 15 Mar 2024
- DSIT, Humphrey tool reviews consultation responses ↗ · 14 May 2025
- dbb beamtenbund und tarifunion, staff gap in the public service ↗ · 24 Jan 2025
- Destatis, Public service staff ↗ · 22 Jun 2026
- Bitkom, survey on AI in public administration (n = 1,004) ↗ · 6 Oct 2026
- DStGB and iit, Zukunftsradar Digitale Kommune 2024 ↗ · 2024
- Senatskanzlei Hamburg, LLMoin ↗ · 15 Dec 2025
- Deutsche Telekom, sovereign AI platform for the federal government ↗ · 21 May 2026
- Regulation (EU) 2024/1689 (AI Act) ↗ · 12 Jul 2024
- Regulation (EU) 2026/1744 (Digital Omnibus on AI) ↗ · 27 Jul 2026
- BMDS, Guideline on AI in the federal administration ↗ · 27 Mar 2025
- IT-Planungsrat, MaKI marketplace and register ↗ · 2025
- GDS, ATRS mandatory across government ↗ · 8 May 2025
- DTA Australia, AI policy update ↗ · Dec 2025
- SiliconANGLE, Cohere and Aleph Alpha agree to merge ↗ · 16 Sep 2026
- ETHORITY, Good AI Prisma Branchenanalyse: Öffentlicher Sektor, Ausgabe Deutschland 1.4 → · 27. Okt. 2026
Die Gedanken praktisch nutzen
AI Governance Setup →
Ein wiederholbarer Governance-Prozess, den Menschen anwenden und prüfen können. Framework-Zuordnung ist weder ISO-Zertifikat noch Rechtsgutachten.
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